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Erneut stirbt ein Mensch in Bremen in den Händen der Polizei

Todesfälle mit polizeilicher Beteiligung häufen sich auch in Bremen und Umgebung. Wir dürfen nicht schweigen und diese Zustände unkommentiert lassen. Wir müssen an einer Gesellschaft bauen, die Polizei nicht nötig hat!

1 Jahr und 2 Monate nachdem Mohammed Idrissi in Gröpelingen von der Polizei erschossen wurde.

5 Monate nachdem Qosay S. Khalaf von der Polizei Delmenhorst ermordet wurde.

Am selben Tag, an dem die Generalstaatsanwaltschaft Oldenburg die Ermittlungen gegen die Polizeibeamten, die Qosay ermordet haben, einstellt. Und mit ihrer Begründung mehr als deutlich macht, dass es ihr niemals um ernsthafte Aufklärung ging. Hier findet ihr die Stellungnahme des Bündnisses in Erinnerung an Qosay.
https://www.fluechtlingsrat-bremen.de/polizeigewalt-in-delmenhorst-aufklaerung-des-todes-von-qosay-k-nicht-erforderlich/

Gestern, am 2. August also ist ein weiterer Mensch in Polizeigewahrsam gestorben. Bisher wissen wir nur, was die Polizei selbst in ihrer Pressemitteilung schreibt. Es bleiben viele Fragen offen. Und wieder ist zu befürchten, was fast immer passiert, wenn eine Person in den Händen der Polizei stirbt: oberflächliche bis keine Aufklärung, keine Information der Öffentlichkeit, Einstellung der Ermittlungen, behauptete Todesursache: Herzfehler oder Multiorganversagen und Straffreiheit der beteiligten Polizeibeamt:innen.

Umso wichtiger, dass es eine kritische Öffentlichkeit gibt, die Fragen stellt, nicht schweigt, keine Ruhe gibt und nicht akzeptiert, dass Menschen «einfach so» im Polizeigewahrsam sterben.

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