Tel: 0163-97 11 409

solidarisch in gröpelingen

organisieren vernetzen verändern

Solidarisch in Gröpelingen

...ist ein Ort, um zusammen zu kommen

Dazu bieten wir unter anderem offene Cafénachmittage und Filmabende an. Wir feiern gemeinsam Feste (z.B. am 01. Mai) oder frühstücken mit unseren Nachbar*innen im Sommer vor dem Laden.

...heißt, sich gegenseitig untertützen

In der Stadtteilgewerkschaft wehren wir uns gegen schlechte Arbeits- und Wohnverhältnisse, Stress mit dem Jobcenter, Rassismus und andere Probleme. Im Laden gibt es auch Angebote wie das Sprachcafé zum Deutsch lernen, Mathenachhilfe, etc.

...heißt gemeinsames Handeln.

Wir wollen nicht länger alleine mit unseren Problemen in dieser Gesellschaft sein, sondern gemeinsam für unsere Anliegen kämpfen.

...ist unabhängig von Parteien

Wir finanzieren uns selbst, daher sind Spenden (Zeit, DInge, Geld) herzlich willkommen. WIr sind unabhängig von Parteien, staatlichen Institutionen und den offiziellen Gerwerkschaften.

...soll mit dem Stadtteil wachsen

Wir freuen uns über Menschen, die sich und ihre Ideen einbringen wollen und Teil von Solidarisch in Gröpelingen und der Stadtteilgewerkschaft werden möchten.

Selbstverständis

Organisieren, vernetzen, verändern

Solidarisch in Gröpelingen ist ein Zusammenschluss von unterschiedlichen Menschen in Gröpelingen: Menschen mit und Menschen ohne Arbeit, Studierende und Auszubildende, Schüler*innen und Rentner*innen. Menschen, die in Bremen geboren wurden und ihr Leben lang hier gelebt haben und Menschen, die an anderen Orten oder in anderen Ländern geboren wurden und nach Bremen gezogen sind, und viele mehr.

Unser Ziel ist es, uns in Gröpelingen gemeinsam zu organisieren, um unsere Interessen und Rechte durchzusetzen und für ein Miteinander zu kämpfen, das auf Solidarität aufbaut und nicht auf Konkurrenz, Spaltung und Unterdrückung ! Denn viele von uns stoßen in ihrem Alltag auf ähnliche Probleme, die gemeinsame gesellschaftliche Ursachen haben. Anstatt diese Probleme alleine auszusitzen, wehren wir uns gemeinsam.

Zusammen kämpfen wir:

  • Auf der Arbeit gegen schlechte Arbeitsbedingungen und Probleme wie falsche Lohnabrechnungen, unbezahlte Überstunden, hohen Leistungsdruck oder nicht gezahlten Lohn.

  • Auf dem Jobcenter, Sozialamt oder Migrationsamt gegen Leistungskürzungen, falsche Bescheide, absurde Maßnahmen oder Aufforderungen zur Ausreise.

  • Gegen Vermieter*innen, die Schimmel oder andere Mängel nicht beheben, zu hohe Betriebskosten berechnen, eine zu hohe Miete fordern oder die Wohnung kündigen.

  • Gegen Rassismus und Nationalismus im Alltag oder auf der Arbeit und gegen Benachteiligung bei offiziellen Stellen wie Ämtern.

  • Gegen Angriffe auf Frauen oder Diskriminierung aufgrund von Geschlecht oder sexueller Orientierung auf der Arbeit oder im Alltag.

#1 Direkte Aktionen bei konkreten Problemen

Wenn eine Person von Solidarisch in Gröpelingen ein akutes Problem hat kämpfen wir gemeinsam, um ihr Anliegen durchzusetzen.

Wir informieren uns über die Rechtslage, diskutieren gemeinsam, was wir tun können und entscheiden gemeinsam, wie wir vorgehen. Häufig reicht es, öffentlichen Druck aufzubauen, um Firmen, Vermietende oder Ämter dazu zu bringen, unsere Anliegen umzusetzen. Dabei machen wir nichts, was die betroffene Person nicht will.

#2 Langfristige Organisierung

Neben den direkten Aktionen bei konkreten Problemen versuchen wir in der Stadtteilgewerkschaft Menschen auch langfristig zu organisieren, die in ähnlichen Situationen leben oder arbeiten. Das sind z.B. Mieter*innen, Leiharbeiter*innen, Frauen, Jugendliche etc. Um uns besser wehren zu können und unseren Alltag schöner, lebendiger und sicherer zu gestalten, brauchen wir ein solidarisches Miteinander in der Nachbarschaft. Gröpelingen ist, wie viele andere Orte, in viele Gruppen gespalten, die gegenseitig Vorurteile haben und schlecht übereinander reden. Dadurch sind wir häufig nicht in der Lage, Probleme gemeinsam zu lösen oder unsere Interessen gemeinsam durchzusetzen. Das wollen wir verändern! Deshalb organisieren wir neben der Stadtteilgewerkschaft auch Veranstaltungen, Feste oder andere Aktivitäten, wie z.B. Mathe-Nachhilfe, Deutschkurse, offene Cafés und Filmabende. Damit wollen wir uns begegnen, Erfahrungen austauschen, voneinander lernen und uns gegenseitig helfen. Wir können nicht garantieren, dass wir gewinnen. Aber wir garantieren, dass wir kämpfen.

Wie funktioniert Solidarisch in Gröpelingen?

Solidarisch in Gröpelingen ist eine Organisierung für und von Menschen im Stadtteil, die gemeinsam entscheiden, was ihnen wichtig ist und wofür sie sich einsetzen wollen.

Alle Menschen, die bei Solidarisch in Gröpelingen aktiv sind, bekommen für ihre Arbeit kein Geld. Wir sind keine Beratungsstelle mit Angestellten. Wir funktionieren, weil Menschen je nach ihren Möglichkeiten einen Teil ihrer Zeit und ihrer Fähigkeiten bei uns einbringen.

Einer unserer wichtigsten Grundsätze ist, dass wir unabhängig von Parteien, offiziellen Gewerkschaften, religiösen Einrichtungen oder staatlichen Stellen sind.

Wir machen regelmäßige Infotische im Stadtteil oder gehen von Haustür zu Haustür um über unsere Aktivitäten und Ideen zu informieren. Wir organisieren außerdem Kundgebungen zu unterschiedlichen Themen, machen Infoveranstaltungen, geben eine Stadtteilzeitung heraus … Unsere Angebote entwickeln wir ständig weiter und wir freuen uns immer über neue Leute, Mitkämpfer*innen und Ideen.

Was ist unser politisches Selbstverständnis?

Wir sind davon überzeugt, dass eine grundlegende Veränderung der Gesellschaft notwendig und möglich ist.

Denn obwohl die Menschheit das erste Mal in der neueren Geschichte über die technischen Möglichkeiten verfügt, allen Menschen auf dieser Erde ein gutes und würdevolles Leben zu ermöglichen, erleben wir genau das Gegenteil. Mit dem Kapitalismus hat sich weltweit eine Politik und Wirtschaft durchgesetzt, in der es nur noch darum geht, immer mehr Profit zu erwirtschaften – trotz der bekannten Konsequenzen, wie Klimawandel, Kriege und wachsende Armut. Während einige wenige davon profitieren und in Reichtum leben, hat die Mehrheit der Menschen das Nachsehen.

Auch in Deutschland spüren immer mehr Menschen die Folgen dieser Entwicklungen: Viele von uns können ihre Miete nicht mehr bezahlen, von der Rente oder Hartz IV kaum noch leben oder machen sich mit einem geringen Lohn in Leiharbeit und Werksverträgen ihre Gesundheit kaputt. Gleichzeitig zeigt sich, dass es in der Gesundheitsversorgung, Bildung, Pflege und Erziehung schon lange nicht mehr um unsere Bedürfnisse geht, sondern auch hier nur darum, maximal viel Profit rauszuholen. Anstatt Kooperation und Solidarität zu fördern, setzt Kapitalismus auf Konkurrenz, Leistungsdruck und Individualität, so dass viele von uns sich ausgebrannt, leer, ohnmächtig, hoffnungslos oder depressiv fühlen.

Das Streben nach immer mehr Profit führt auch dazu, dass sich der Konkurrenzkampf zwischen unterschiedlichen Ländern verschärft, was zu immer mehr Kriegen und Zerstörung führt. Obwohl wir alle wissen, dass ein Leben in Sicherheit und Würde niemals nur für einen Teil der Menschheit auf diesem Planeten erreicht werden kann, während der andere in Armut versinkt, reden Politiker*innen weiterhin davon, dass wir unsere „nationale Interessen“ gegen andere Länder und Bevölkerungen durchsetzen müssen. Mit seinem absurden Prinzip des unendlichen Wirtschaftswachstum zerstört der Kapitalismus zudem die ökologische Basis unserer Existenz und damit die Zukunft unserer Kinder.

Wir haben beschlossen nicht länger dabei zuzusehen, wie unsere Zukunft verspielt wird, sondern nehmen unser Leben selbst in die Hand. Wir glauben nicht daran, dass sich der Kapitalismus verbessern lässt, sondern sind der Überzeugung, dass wir die Gesellschaft und uns grundsätzlich verändern müssen: Wir träumen von einer Welt, in der Solidarität, Gemeinschaft und gegenseitige Hilfe im Mittelpunkt stehen und die Wirtschaft dazu da ist, die menschlichen Bedürfnisse zu erfüllen und nicht Geld anzuhäufen. Eine Welt ohne Unterdrückung, Rassismus und Sexismus.

Wir sind davon überzeugt, dass die Menschheit in der Lage ist, ein gutes Leben für alle zu schaffen. Auch wenn uns tagtäglich vermittelt wird, dass sich sowieso nichts ändern lässt und diejenigen, die für eine bessere Welt kämpfen, naiv oder weltfremd sind. Wir dagegen wissen um die Möglichkeit der Veränderung. Denn die heutige Gesellschaft wurde von Menschen geschaffen und kann deshalb auch von Menschen verändert werden.

Auf der Suche nach einer besseren Zukunft müssen wir nicht bei Null beginnen und sind nicht alleine. Sowohl in der Geschichte als auch in der Gegenwart gab und gibt es viele Millionen von Menschen, die ihre Angst und Ohnmacht überwunden und trotz aller Schwierigkeiten für eine bessere Gesellschaft gekämpft haben und dies noch immer tun. Von ihnen können wir lernen und von ihnen können wir Kraft und Mut schöpfen.

Wir glauben nicht, dass Politiker*innen oder irgendwelche Institutionen unsere Probleme lösen werden oder können. Vielmehr denken wir, dass Veränderung nur von einer Bewegung von unten ausgehen kann, an der sich möglichst viele Menschen beteiligen. Solidarisch in Gröpelingen sehen wir als ein Teil dieser Suche und Bewegung für eine bessere Welt. In dem wir gemeinsam für unsere Rechte kämpfen und ein solidarisches Miteinander im Stadtteil schaffen, können wir nicht nur unsere konkrete Lebenssituation verbessern, sondern uns und anderen Mut und Hoffnung geben.

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